© Hl. Heimrad

Der heilige Heimrad (von Meßkirch)

(Gemälde von Lothar Rohrer)

Der hl. Heimrad wurde um 965 in Meßkirch geboren und diente als Priester einer „vornehmen Dame“. Nach seiner Priesterweihe pilgerte Heimrad nach Rom und Jerusalem und wirkte anschließend in Hessen. In Meßkirch ist er mit einer Stele und im Deckenfresko in St. Martin verewigt. Von seinen Wirkungsstätten in Hasungen sind nur wenige Spuren erhalten geblieben. Dazu gehören die Stelle der Michaeliskirche, wo Heimrad gepredigt hat und Fundamente des Glockenturms des Klosters, welches nach Heimrads Tod errichtet wurde. Ein Holzkreuz – errichtet von Menninger Pfadfindern – markiert die Grabstelle des Hl. Heimrad, an der sich so viele Wunder ereignet haben, dass Hasungen neben Nürnberg zum meistbesuchten Pilgerort Deutschlands wurde.

Der heilige Heimrad war beseelt von religiösem Ernst, intensiver Frömmigkeit mystisch-ekstatischer Art. Empfangene Almosen verteilte er selbstlos an Arme. Durch sein Verhalten und seine Predigten wurde er von weltlichen und kirchlichen Würdenträgern angefeindet, verjagt und mehrfach ausgepeitscht. Heimrad wurde jedoch noch zu Lebzeiten, besonders aber nach seinem Tod am 28.6.1019 rehabilitiert. Auf dem Hasunger Berg hatte Heimrad „sein Bergerlebnis“ – er sah den Himmel offen und ließ sich daher dort nieder. Er wurde durch seine fromme Lebensweise und seine Predigten schnell bekannt und galt als Hüter des Christentums im ost-fränkischen Grenzland.

Der Mönch Ekkebert von Hersfeld schrieb in seiner Vita Heimradi: „Er geht frei von äußeren Bindungen einen besonderen Weg zum Heil“.